Natalia Stachon The Noise of the Sun

11. September – 7. November 2026

Eröffnung: Donnerstag, 10. September 2026 | 15 – 20 Uhr

Mi – Sa | 12 – 18 Uhr

 

In der Ausstellung The Noise of the Sun präsentiert Natalia Stachon eine neue Werkgruppe, die sie in den vergangenen Monaten realisiert hat.

Dafür hat Stachon in der traditionellen Mezzotinto-Technik gearbeitet. Bei diesem Verfahren wird eine Kupferplatte vollständig aufgeraut, sodass im Druck eine tiefschwarze Fläche entsteht. Anschließend wird die Oberfläche poliert. Auf diese Weise entstehen Zeichnungen, die sich aus dem Schwarz heraus entwickeln und durch ihre besondere Tonwerttiefe eine hohe plastische Wirkung entfalten. Durch anschließende Verstahlung der Kupferplatten verändert sich die Farbe der Oberfläche und eine neue ästhetische Qualität wird sichtbar: die Zeichnungen auf den Platten lassen sich nur unter bestimmten Bedingungen erkennen. Erst durch gezielten Lichteinfall und die Bewegung der Betrachtenden treten die Motive hervor. Sie erscheinen und verschwinden wieder, verändern sich mit dem Blickwinkel und erzeugen dadurch einen beinahe filmischen Eindruck.

Doch anders als üblich, stehen nicht mehr die Drucke, sondern die bearbeiteten Metallplatten selbst als eigenständige künstlerische Objekte im Zentrum der Werkserie The Noise of the Sun. Nur eine kleine, limitierte Anzahl von Drucken wird die Serie als Sammlungsmappe begleiten. Motivisch richten die Arbeiten den Blick auf die Spuren, die menschliches Handeln in Landschaften hinterlässt – auf subtile Verschiebungen ebenso wie auf einschneidende Veränderungen. Aus diesen Beobachtungen entsteht ein facettenreiches Bild gegenwärtiger Landschaften, das die komplexe Beziehung zwischen Mensch und Natur anklingen lässt. Das Empfinden von Schönheit und Verlust stehen hier nebeneinander. 

 

Stachons Werke waren in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen u.a. in: Kunsthalle Hamburg (2025), Reinbeckhallen Berlin (2024), 4th Industrial Art Biennal, Labin, Kroatien (2023), Kunstverein Springhornhof (2020/21), ZKM Zentrum für Kunst und Medien, Karlsruhe (2019);  Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung, Berlin (2016/17); Skulpturenmuseum Glaskasten, Marl (2016); CSW Center of Contemporary Art, Torun/PL (2016); BWA, Contemporary Art Museum, Kattowitz/PL (2015); n.b.k Neuer Berliner Kunstverein, Berlin (2015); Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt (2014); Daimler Contemporary, Berlin (2020/2013/2010); Bundeskunsthalle, Bonn (2013); Haus am Waldsee, Berlin (2012); Haus Konstruktiv, Zürich (2011/2010); Tate Modern, London (2010). Seit September 2021 ist Stachon Professorin für Skulptur und Zeichnung an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg am Department Design.