Mit der Ausstellung „THE BLACK CAR AND THE GREEN WATERS OF LETHE“ präsentiert Loock Galerie die erste Einzelausstellung des amerikanischen Künstlers Santiago Cucullu in Deutschland. Die Ausstellung vereint Wandzeichnungen, Aquarelle, Skulpturen und Litographien. 

„Take something, change it and make something new.“

Mit diesen Worten beschreibt Cucullu den Grundgedanken seiner Arbeitsweise, die in den verschiedensten Formen künstlerischen Schaffens Ausdruck findet. Für die Ausstellung in der Loock Galerie hat der Künstler u.a. die 7 x 18 m große Wandzeichnung "The black car and the green waters of Lethe" geschaffen, die collagenhaft eine reichhaltige Ansammlung an Bildern und Szenen vereint. Man muss sich Zeit nehmen, um die schwarz-weissen Flächen einander zuzuordnen und an manchen Stellen scheinen sich die Linien auch in visuelle Abstraktion aufzulösen. 

Die einzelnen Bildfragmente entstammen den unterschiedlichsten Quellen; freimütig bedient sich Cucullu historischer Personen und Ereignisse, vermischt sie mit Bildern aus seiner eigenen Erfahrungswelt, stellt Hochkultur neben Popkultur und springt von der antiken Mythologie in die Gegenwart. Durch Cucullus assoziative Vorgehensweise werden die Bilder vollständig aus ihrem ursprünglichen Kontext gelöst und so nebeneinander gestellt und vermischt, dass neue, sehr persönliche Zusammenhänge entstehen, die jedoch offen genug bleiben, um jedem Betrachter die Möglichkeit zu geben, die Situation mit seinen eigenen Erfahrungen zu erschliessen und in einen neuen Kontext zu stellen. 

Der Titel der Wandzeichnung, gleichzeitig auch Titel der Ausstellung, vereint Fragmente der Gedichte „Getting there“ von Sylvia Plath und „Spleen“ von Charles Baudelaire und bezieht sich auf den Fluss Lethe, der in der griechischen Mythologie den Grenzfluss in die Unterwelt bildet. Durch das Trinken seines Wassers werden alle Erinnerungen gelöscht. Im Valley of Tenthousand Smokes in Alaska oder in Galizien, Spanien sind jeweils Flüsse mit dem Namen Lethe benannt. In "The black car and the green waters of Lethe" werden die Bilder dieser Flüsse mit Stichen von Albrecht Dürer zu Dantes Göttlicher Komödie sowie mit Fotografien des Künstlers, Abbildungen seiner Heimat und Filmstills aus dem Horrorfilm The Car (1977) von Elliot Silverstein kombiniert.

 

 

6. September - 12. Oktober 2008